Am gestrigen Montag Frühnachmittag hatte eine 34-Jährige im Kreis Göppingen drei Menschen mit einem Messer angegriffen und teils schwer verletzt.

Gegen 14:00 Uhr rief gestern der 57-Jährige Stiefvater der Angreiferin bei der Polizei an und schilderte, dass er von seiner Stieftochter mit einem Messer angegriffen und dabei verletzt worden sei. Auch auf ihre eigene Großmutter sei sie losgegangen. Diese lag schwerverletzt in ihrer Wohnung im gleichen Haus. Polizeibeamte und Rettungsdienst eilten sofort nach Rechenberghausen aus.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahnung gegen die mutmaßliche Täterin ein. Nach kurzer Zeit erhielt die Leitstelle einen Anruf aus dem Teilort Uhingen. Dort habe die Frau eine 56-jährige Frau, die Mutter eines Bekannten ebenfalls mit dem Messer attakiert.

Die 56-Jährige hat den Angriff nahezu unverletzt überstanden. Die Verdächtige flüchtete und wurde wenige Minuten später von der Polizei auf der B10 bei Plochingen in Fahrtrichtung Stuttgart gestellt. Im Fahrzeug befand sich ein Messer mit Spuren. Ob es sich wirklich um die Tatwaffe handelt, werden weitere Untersuchungen zeigen.

Die Schwerverletzten wurden sofort vom Rettungsdienst in eine nahe gelegene Klinik gebracht und notoperiert, jedoch erlag die 81-jährige Großmutter der Verdächtigen im Verlauf der Operation noch am Montag. Was die genaue Todesursache ist, wird derzeit im Rahmen einer Obduktion geklärt.

Die mutmaßliche Angreiferin hat sich bislang zu den Angriffen noch nicht geäußert. Die Ermittlungen zum Tathergang und möglichen Hintergründen dauern derzeit noch an.
Die Staatsanwaltschaft Ulm hat heute einen Haftbefehl gegen die 34-Jährige beantragt, den der zuständige Richter am Amtsgericht erließ.
Die Frau befindet sich nun in Untersuchungshaft einer Justizvollzugsanstalt.

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